Vater-Kind Universen

Gehen wir einmal davon aus, dass wir die Welt NICHT so sehen, wie sie ist. Dass also unser Weltmodell (das Bild, dass wir von der Welt anerzogen bekommen haben) bestimmt, was wir wahrnehmen und wie wir es wahrnehmen. Dann ist es wichtig die Überzeugungen zu finden, die die Grundlage dieses Weltmodells sind.

Wir haben weitgehend unbekannte Prämissen, Stabile Daten, Überzeugungen in diesem unserem informationsverarbeitenden Verstand. Daraus ergibt sich dann die Welt, unsere Welt so wie wir sie erleben.

Andere Prämissen ergeben andere Erlebniswelten.

FREI WERDEN besteht dann darin, sich bewusst zu werden, welches die Prämisssen, Überzeugungen des eigenen Weltmodells sind, und wenn erwünscht diese Prämissen zu ändern.

Nun was für andere Prämissen wären möglicherweise sinnvoll?

Ich will hier, obwohl andere Modelle durchaus denkbar und sinnvoll sein könnten speziell auf das folgende Modell eingehen UND VOR ALLEM AUF DIE FOLGERUNGEN, die sich daraus ergeben könnten.

Wenn wir alle Seele sind, (also NICHT-Materie, NICHT-Energie, NICHT an Raum oder Zeit gebunden) Ebenbilder Gottes, mit all seiner Schöpferkraft für unser Universum ausgestattet und...

...wenn wir uns an einen "Beginn" eines solchen Wesens versetzen,

WAS TUT DANN SOLCH EIN WESEN ?? Mit was wird es sich beschäftigen??

Als Ebenbild Gottes hat es natürlich auch alles Wissen, alle denkbare Erkenntnis.

Bei Walsh beantwortet "Gott" diese Frage indem er sagt, dass wir zwar das Wissen gehabt hätten, aber nicht die Erfahrung. Wir wollten es auch erleben.

Eine Speisekarte nur zu lesen macht nicht satt.

Um zu erleben mussten wir also ein Spiel, unser persönliches Spiel kreieren.

Ein allmächtiges Wesen kann keine Spiele spielen und deswegen nicht erleben.

Ein Spiel muss Grenzen und Freiheiten haben.

Das Wesen, also auch WIR, musste sich also begrenzen.

Das geschah durch Verminderung von

AFFINITÄT

REALITÄT

KOMMUNIKATION

zur Quelle, aus der es stammte.

Der Grad an Affinität gibt an, wie sehr ich etwas gerne habe, mich zu etwas hingezogen fühle oder das Gegenteil.

Der Grad an Realität bedeutet wie sehr ich etwas verstehe, mir zu eigen gemacht habe, meine Verständniswelt.

Der Grad an Kommunikation bedeutet wie gut es mir gelingt mit anderen in Verbindung zu treten.

Um ein Spiel zu haben musste man die Quelle also weniger lieben, weniger verstehen, weniger mit ihr in Verbindung sein.

Und man musste einen Teil des eigenen Wissens vor sich selbst verbergen (unbewusst werden lassen), denn ein allwissendes Wesen kann keine Spiele spielen.

So entstand das eigene ICH, als Gegensatz zu anderen ICHs.

Dieses Wesen, war immer noch mächtig und es tat sich mit anderen zusammen um ein Spiel zu haben,

Allgemeingültige Regeln, Gesetze wurden aufgestellt. Ein Universum wurde als Spielplatz geschaffen.

Äonen vergingen.

Dann aber gab es Einzelne, die sich nicht an die Regeln hielten und so das ganze Spiel gefährdeten. Was sollte man mit denen tun?

Töten konnte man diese Regelbrecher oder "Verbrecher" nicht, also kam man auf den Gedanken ein weniger schönes Universum zu schaffen und die Verbrecher dort einzusperren.

Man hatte jetzt also eine Art von Vater-Universum und ein Kind-Universum.

Im Laufe von langen Zeiten gelang es einzelnen Regelübertretern allmählich immer wieder in das Vater-Universum aufzusteigen. Andere aus dem Vater-Universum wurden zu Regelübertretern und in das Kind-Universum verbannt. Nach langen Zeiten, waren immer mehr Wesen im Kind-Universum, das Vater-Universum entvölkerte sich. Schliesslich kamen auch die letzten Wesen als Götter (da sie noch das ursprüngliche Wissen besassen) aus dem Vater-Universum in das Kind-Universum.

In diesem Kind-Universum wiederholte sich das gleiche Spiel. Es gab wieder Übeltäter, man kam auf die gleiche geniale Idee und schuf so ein neues Kind-Kind-Universum.

Das wiederholte sich mehrere Male in unvorstellbar langen Zeiträumen. Und da sind wir nun.

Eine letzte Erinnerung an die übergeordneten Universen hat sich in den Veden erhalten. Dort spricht man von vielen höheren Himmeln oder Universen.

Vielleicht ist das alles Science-Fiction, vielleicht unsere Geschichte. Ich weiss es nicht.

Aber ich denke man sollte auch anderen Weltmodellen eine Chance einräumen.

Wenn wir unsere Überzeugungen ändern können, ändert sich die Welt in der wir leben.

Und unser bisheriges Weltmodell beruht nur auf jahrtausendelang indoktrinierten Überzeugungen.

Wenn wir nicht verstehen wie unser Denkprozess abläuft, werden wir uns nicht befreien können.

Ich habe mal eine Science Fiction Geschichte gelesen, die ich nicht vergessen konnte.

Ich will den Inhalt hier kurz erzählen.

Wissenschaftler schaffen in einem grossen Computer eine virtuelle Stadt, mit allen Strassen, Plätzen, Einwohnern und den Regeln, wie Menschen in einer solchen Stadt miteinander verkehren.

Die Stadt hat nur eine begrenzte Grösse. Wer an den Rand der Stadt gerät, verspürt das zwingende Verlangen umzukehren und diese Stellen in Zukunft zu meiden.

TABU !

Der Zweck der Simulation ist Werbesprüche auf ihre Wirksamkeit zu prüfen, indem ein Einwohner, der Kontaktmann der Wissenschaftler nennen wir ihn Kon über die Reaktion der Einwohner befragt wird.

Die Einwohner haben keine Ahnung davon, dass sie nur Simulationen sind, aber Kon ahnt etwas.

Nun beschliesst ein Wissenschaftler nennen wir ihn Wis die Stadt zu besuchen, indem er in die virtuelle Welt hineingeht (er verbindet seine Nerven mit dem Computer) um direktere und bessere Informationen zu bekommen. Wis trifft sich mit Kon und dabei überwältigt Kon den Wis. Wis muss in der simulierten Stadt zurückbleiben, während Kon in unsere Welt aufsteigt.

Und hier erkennt Kon (einmal misstrauisch geworden) , dass auch unsere Welt eine Simulation ist.

Die Geschichte hiess: "Welt am Draht". Den Autor weiss ich nicht mehr.

Auf eine ähnliche Story gab es hier schon einmal einen Link im Forum.

Unter http://members.aol.com./chiren96/homepage.html

Nun, ich glaube, ein solches Geschehnis hat eine verblüffende Ähnlichkeit mit dem Modell der Vater- und Kind-Universen. Vielleicht hat hier das Unterbewusstsein des Autors Material freigegeben, das dieser tatsächlich in ähnlicher Form erlebt hat.

Natürlich darf man nicht an der bisherigen technischen Unmöglichkeit einer Verwirklichung dieser Geschichte hängen bleiben. Ich nehme nicht an, dass es da einen grösseren uns unbekannten Computer unserer Bauart gibt, in dem wir alle stecken. Aber wenn es z.B. uns unbekannte Dimensionen gäbe, oder wenn wir mit unseren Sinnesorganen nicht fähig wären andere Welten die hier und jetzt da sind wahrzunehmen - so wie wir die zahlreichen Radiosender (hier und jetzt) nicht wahrnehmen können, wenn wir keinen Empfänger haben - dann sieht es möglicherweise ein wenig anders aus. Aber wie auch eine technische Realisation aussehen mag, ein solches Modell zeigt wichtige Verhaltensweisen:

Sind wir nicht wie Einwohner eines Universums, denen gewisse Dinge erlaubt sind, andere aber nicht. So scheint mir, wie bei den Bewohnern der Stadt, wenn sie die Stadtgrenzen betreten, auch bei uns ein Verbot zu herrschen, sich ja nicht mit den essentiellen Eigenschaften des Denkprozesses zu beschäftigen.

Denken ist anstrengend, müssig, bringt nicht viel, verwirrt einem nur etc.

Denken scheint TABU zu sein.

In der Schule lernt man den Verstand mit Wissen vollzustopfen, aber nicht Probleme zu lösen.

Wir denken zuwenig und vor allem zuwenig gründlich.

Und wir wissen zuwenig über wichtige Denkwerkzeuge, wie ich das genannt habe.

Gibt es Verbote, Tabus über gewisse Dinge nachzudenken?

Fragen wie:
"Wer bin ich?"
"Woher komme ich?"
"Wohin gehe ich?"
"Wie kommen meine Erkenntnisse zustande?"
scheinen wenig Interesse zu finden.

Wenn wir also das Modell der Vater-Kind Universen weiterspinnen...

(Übrigens ein Universum in diesem Sinne hat natürlich ganz andere physikalische Gesetze, es ist nicht räumlich- zeitlich anders, sondern in seinen Eigenschaften anders.)

...dann müssen wir fragen, wie könnte das über uns liegende Universum aussehen.

Nun, in der Esoterik spricht man von einer Astralebene, in der alles in viel leuchtenderen Farben existieren soll als hier. Gedanken und Gefühle verwirklichen sich sofort, weswegen man auch von einem Magischen Universum sprechen könnte. Und von dort würden wir also quasi, wie in der SF-Geschichte gesteuert.

Natürlich sind die im übergeordneten Universum nicht gerade entzückt, wenn einer von hier versucht aufzusteigen, was die Schwierigkeiten bei spiritueller Entwicklung erklären würde. Andererseits könnte es auch Gruppen geben, die einem genau dabei behilflich sein wollten, allerdings wohl nicht jedem.

Auch das Universum unter uns nimmt möglicherweise schon Gestalt an. Man kann bereits in künstliche Cyberwelten gehen. Die Computer und die virtuellen Computerwelten werden (zuerst als Spiele) wohl immer weiter ausgebaut werden. Eines schönen Tages in nicht allzu ferner Zukunft, werden dann die Menschen befriedet indem man alle ihre Agressionen in Spiele verbannt und am Schluss sie selber. Ein paar Wärter bleiben dann hier und sind sozusagen die Götter der Seelen in den Cyberwelten, da sie die Programme beherrschen.

Unwahrscheinlich ??

Ich habe hier zu zeigen versucht, wie ein anderes Modell des Universums aussehen könnte und wohin man kommt, wenn man von anderen Prämissen ausgehend konsequent und vernünftig weiterdenkt.

Die Frage ist also berechtigt, ob ich hier nur gute SF betreibe oder ob etwas dran ist. Das sollte jeder für sich entscheiden.

Immerhin aber möchte ich auf einen interessanten Autor und spirituellen Forscher hinweisen, nämlich P.D.Ouspensky.

In seinem Buch "Der 4. Weg" das ich für sehr lesenswert halte ist er der Ansicht, dass der Mensch nichts TUN könne. (In dem Sinn, dass die Einwohner obiger Stadt nur das TUN können, was ihnen ihr Programm erlaubt)

Wir wären wie die Bewohner eines grossen Gefängnisses und die meisten Menschen wären nur damit beschäftigt, dieses Gefängnis auszupolstern. Es gäbe nur wenige die erkennen würden, dass wir in einem Gefängnis wären und noch wenigere die einen Ausbruchsversuch wagen würden.

Die meisten Menschen schliefen und würden dies nicht einmal merken, deswegen hätten auch alle grossen Menschheitslehrer vom Erwachen gesprochen. Usw.

Nun sei es wie es wolle. Jeder kreiert seinen eigenen Weg, oder lässt ihn sich kreieren, wenn er an seinen begrenzenden Überzeugungen festhält. Und das ist OK, genau so OK.