Visionen

oder
Imagination als geistige Wegbahnung.

Der Verstand hat kein EIGENES Ziel.

Da kommt ein schöner Prospekt von neuen Autos, oder von Urlaubsparadiesen, oder die Nachbarin hat schwärmt einem von etwas vor, das sie gekauft hat, oder man stimmt damit überein, dass man unbedingt ein XY haben/tun muss.

Nur sind das alles keine eigenen Ziele. Man ist wie ein Blatt im Wind, äusseren Einflüssen ausgeliefert.

In jeder Situation in der man unsicher ist, sollte zuerst das Ziel geklärt werden. Was ist es, was ich will? Welches Ergebnis soll am Schluss erreicht werden?

Meistens ist es aber doch so, dass man die Dinge treiben lässt Und aus der Situation die so entsteht liest man danach das angebliche Ziel heraus. Die Situation bestimmt über das Ergebnis, das etwas Beliebiges sein kann.

Ein Mensch ohne Ziel und ein Schiff ohne Hafen kommen nirgendwo an.

Der Wert der darin liegt sich im Voraus zu entscheiden, was man will, liegt darin, dass man Situationen dann als ein Mittel ansehen wird, um das geschehen zu lassen, was man wollte. Was man nicht wollte, wird man zu übersehen versuchen, man wird ihm keine WICHTIGKEIT zuweisen.

Wichtigkeit

Alles was als "wichtig" bewertet wird gewinnt sofort an Bedeutung für ein Wesen. Das Wichtige verdient Beachtung, zieht Aufmerksamkeit auf sich und wird so beständig.

Die Grundlage von Materie ist die Wichtigkeit die ihr zugeordnet wird. Materie ist beständig, weil sie als "objektive Welt" stetig Aufmerksamkeit auf sich zieht und ihr so von einem Wesen die meiste Wichtigkeit zugeordnet wird.

Eine Kreation ohne Zuordnung von Wichtigkeit ist gleichgültig und führt zu keinerlei Konsequenzen.

Der Verstand des Menschen ist von zwanghaften Wichtigkeiten umgeben. Spiele kreieren Wichtigkeit, deswegen ist es besser ein schlechtes Spiel zu haben als gar kein Spiel.

Wenn man als Therapie vergangene Probleme anschaut um sie aufzulösen, so wird damit auch deren Wichtigkeit aufgelöst. Es entsteht ein Loch in das zwanghafterweise sofort neue Energie hineinfliesst, da der Verstand nicht ohne Wichtigkeiten leben zu können glaubt. Hat man dann keine Vision kreiert, so kommt die neue Energie aus der Vergangenheit. Ein bisher vorhandenes Problem wird durch ein neues ersetzt, das meistens schlimmer ist.

Nehmen wir als nützliches (aber auch einleuchtendes) Denkwerkzeug an, ein Wesen habe 1000 Aufmerksamkeitseinheiten. Das ist sozusagen die maximale ihm wesensmässig zur Verfügung stehende Bewusstseinsmenge.

Davon kann es als durchschnittliches Zeitgenosse vielleicht über 50 oder 60 frei verfügen. Und diese sind auch noch auf verschiedene Ziele verteilt. Die übrigen 950 sind in der Vergangenheit festgefroren.

(Im Jetzt wird die Vergangenheit ständig unbewusst neu kreiert).

Durch diese festgefrorenen Aufmerksamkeitseinheiten wird das Wesen also ständig gehindert sein volles Potenzial entfalten zu können.

Kann dies geändert werden, können Aumerksamkeitseinheiten wieder belebt werden?

Eigene, neue Zukunft

Ein Verfahren hierfür ist es, sich eine neue Zukunft zu erschaffen. Eine Vision der eigenen Zukunft bewusst zu erschaffen..

Dies funktioniert, weil es Aufmerksamkeitseinheiten sozusagen aus der Vergangenheit herauszwingt und sie auf eine kommende Zukunft richtet.

Der Geist des Menschen ist kein Behälter der gefüllt, sondern ein Feuer das entzündet werden sollte (Plutarch).

Gelingt es also eine Vision zu erschaffen die das Feuer der Begeisterung entzündet, so wird dies alle Aufmerksamkeitseinheiten auf die Zukunft richten. Das Wesen ist von seiner (zwanghaften) Vergangenheit frei geworden.

Es kommt aber wesentlich darauf an, dass dies eine eigene, wesensgemässe Vision ist. Andernfalls wird es schwer sein, die nötige Be - geist - erung auf zubringen. (Es ist zu wenig Geist da, wie das Wort Begeisterung sagt).

Da wir auch davon ausgehen, dass die Seele sich als schöpferisches Wesen ihre eigene Welt schafft, sind die so entwickelten Visionen keine blosse Illusion, keine müssige Tagträumerei, sondern Kreationen einer eigenen Zukunft, die man so erschafft.

Denn...wie ist es sonst üblicherweise? Man übernimmt gedankenlos Zukunftklischees (Umweltverschmutzung, Staatsverschuldung, Altersprobleme, etc. ) in sein eigenes Weltmodell und macht sie so - durch Übereinstimmung damit - zur Wirklichkeit für einem selbst.

Meistens weiss man genau was man nicht haben möchte, was einem stört, aber nicht wofür man ist.

Deswegen: Wie sollte DEINE ZUKUNFT AUSSEHEN?


Peter T. hat dazu folgendes zu sagen:

Lass es mich so sagen: Ein Mensch ist geistig umso gesünder, je mehr Aufmerksamkeitseinheiten er in der Zukunft hat (also je mehr konkrete, vorwärtsgerichtete Ziele es in seinem Leben gibt). Ziele bedeuten Ursächlichkeit.

Ein Mensch, der ausschliesslich in der Vergangenheit lebt gilt als psychotisch, einer der "nur" in der Gegenwart lebt als neurotisch. Zwar lebt auch ein geistig gesunder Mensch zu einem beträchtlichen Teil in der Gegenwart aber er hat eben auch noch Aufmerksamkeitseinheiten in die Zukunft, auf konkrete Ziele hin ausgerichtet.

Der wichtigste Zweck von Rückführungen besteht darin, dem Menschen seine volle Aufmerksamkeitsspanne zurückzugeben."Fall" bedeutet im Grunde ja nichts anderes, als das ich noch irgendwelche Aufmerksamkeitseinheiten in der Vergangenheit "stecken" habe. Diese "steckengebliebenen" bzw. blockierten oder fixierten Aufmerksamkeitseinheiten verhindern vollständige Selbstbestimmung.

Der Zweck von Rückführungen besteht also darin, alle Aufmerksamkeitseinheiten, die noch irgendwo festhängen, zu lösen und in die Gegenwart bzw. unter die Kontrolle des Individuums zu bringen. Dazu werden Situationen bzw. Probleme aus der Vergangenheit solange betrachtet, bis sie sich vollständig aufgelöst haben. Dabei wird davon ausgegangen, dass der Mensch im Grunde gut ist, und dass er, wenn alle Aberrationen beseitigt sind, sich auch ethischer und überlebensfreundlicher verhalten wird (was natürlich zutrifft).

Visionieren geht noch einen Schritt weiter als "gewöhnliche" Rückführungen, ist noch direkter. Die Methode, die ich verwende, könnte man auch als "Selbstbefreiung durch zukunftsgerichtetes Denken" bezeichnen. Mich interessieren Vergangenheit und Gegenwart nicht wirklich. Ich meine, was vorbei ist, ist vorbei.

Indem ich meine Aufmerksamkeitseinheiten einfach "stur" auf meine Vision bzw. die Zukunft ausrichte, "zwinge" ich diejenigen Aufmerksamkeitseinheiten, die noch irgendwo feststecken, herauszukommen bzw. sich zu lösen. Ich "zerre" sozusagen meine Aufmerksamkeitseinheiten aus der Vergangenheit in die Gegenwart und dann in die Zukunft.

Das ist natürlich auch ein wenig ein Kraftakt und ohne Anstrengung nicht möglich. Aber es funktioniert. Ich "visioniere" einfach solange, bis es nichts mehr zwischen mir und meiner Vision gibt. Und in dem Augenblick, wo ich meine Vision ohne jeglicherlei Anstrengung aufrecherhalten kann, bin ich befreit !

Ich "zwinge" einfach alle meine Aufmerksamkeitseinheiten in die Zukunft und sobald dies erfolgreich getan ist, gibt es meinen reaktiven Verstand nicht mehr. Das ist meine Methode und damit habe ich es geschafft. Ich sage nicht, dass dies die einzige Methode ist, die es gibt (das ist sie bestimmt nicht) aber es ist immerhin eine und dazu noch eine sehr einfache - wie ich finde - und kostengünstige.