Ein anderes Konzept der Zeit

Üblicherweise stellt man sich die Zeit als einen Fluss von der Vergangenheit über die Gegenwart in die Zukunft vor. Die Vergangenheit liegt dabei fest, kann nicht geändert werden, Die Zukunft ist mehr oder weniger gestaltbar oder liegt bereits fest, je nach der zugrunde liegenden Meinung,

Nun gehe ich hier aber von der Vorstellung aus, dass Zeit eine Kreation des Wesens selbst ist. Wenn dem so ist, dann muss vorige Zeitvorstellung korrigiert werden. Der Philosoph Lichtenberg hat einmal gesagt, genau das was am selbstverständlichsten erscheine müsse am genausten untersucht werden. So möchte ich hier eine andere Zeitvorstellung darstellen, die sowohl einen determinierten kausalen Fluss der Ereignisse, wie auch völlige Willensfreiheit einschliesst.

Stellen wir uns die Zeit t1 als einen Pfeil vor, der von der Gegenwart in die Zukunft führt und von der Gegenwart aus in die Vergangenheit (nicht von der Vergangenheit in die Gegenwart !!)

t1: Vergangenheit <====== Gegenwart =======> Zukunft

Die Zukunft, wie die Vergangenheit wird also stets und immer nur in der Gegenwart neu kreiert. Der Zeitpfeil sowohl in die Vergangenheit, wie in die Zukunft entsteht stets in der Gegenwart. Diese Zeit t1 liegt fest, ist unabänderlich. Die Zukunft ist also völlig determiniert, die Vergangenheit eine Rückrechnung aus der gegenwärtigen Zukunft.

Senkrecht dazu denken wir uns nun eine andere Zeit die uns nicht bewusst ist. (eine neue Dimension) und in dieser neuen Dimension gibt es wieder einen Zeitpfeil einer zweiten Zeit t2 von der Gegenwart in die Vergangenheit und von der Gegenwart in die Zukunft.

t1:

Vergangenheit

<=====

Gegenwart

=====>

Zukunft

ergibt

↓ ↓ ↓ ↓

t2:

Vergangenheit

<=====

Gegenwart

=====>

Zukunft

Wichtig ist, dass diese andere Zeit nur von der Gegenwart von t1 aus erreicht werden kann.

Erst durch Änderung der GEGENWÄRTIGEN Postulate, Weltmodelle etc. kann der Übergang in diese andere Zeit t2 geschaffen werden (mit einem neuen Zeitpfeil in t2 sowohl in Vergangenheit wie Zukunft).

Aus Glaubenssystemen, Postulaten, Weltmodellen, Stabilen Daten ergibt sich also zwangsläufig eine ganz bestimmte festgelegte Vergangenheit und Zukunft. Die Postulate sind der Samen, die gedachte, erlebte Vergangenheit/Zukunft die Frucht.

Echte Fortentwicklung wäre dann eine Bewegung von starrer Zeit t1 zu starrer Zeit t2. Und dies könnte nur durch Änderung unserer Weltinterpretation, unserer Postulate geschehen. Ferner kann t2 nur mit Hilfe von t1 verändert werden. und das kann nur in der Gegenwart von t1 stattfinden.

Dadurch ergibt sich, dass sowohl völlige Determiniertheit stimmt (in t1/t2 jeweils für sich ) wie auch Freier Wille, wenn der Übergang von t1 nach t2 geschafft wird.

Und es liegt in unserer Entscheidung, welches t2 wir erschaffen wollen. Denn natürlich könnten beliebig viele t2 erschaffen werden. .

Ich vermute, dass Zeit in diskreten Zeitquanten ständig neu kreiert wird.

Mindestens 24 Zeitquanten pro sec, damit die Illusion von Bewegung entsteht.

Den Weg in die Freiheit gibt es also, aber nur, wenn man seine Überzeugungen ändern kann.

Rückführung in vergangene Leben ist wohl ein Verfahren dazu. Ich habe aber den starken Verdacht, dass es eine Zeitspur in die Vergangenheit SO nicht gibt, sondern dass dies eine spezifische gedankliche Konstruktion ist (Aber nichtsdestoweniger ein wertvolles Werkzeug !). Die vergangenen Ereignisse (Geschehnisse) wären dann einfach Symbole für einen tieferliegenden Zustand, der damit in Bilder gefasst und so sichtbar gemacht wird. (So wie im Traum Symbole für Zustände verwendet werden )

Evolution ist damit eine Erfindung der heutigen Kultur, in der Gegenwart geschaffen, um die Vergangenheit zu verstehen. Denn im Static gibt es keine Zeit, also auch keine Evolution.

Visionen sind auf die Zukunft gerichtet, während sich Reinkarnationstherapie mit der Vergangenheit beschäftigt.

Beide Verfahren ändern die geglaubte Zeit (bestehend aus Vergangenheit und Zukunft), also das was man als real ansieht.

(Dasjenige von dem man glaubt, dass es früher war und dasjenige was man glaubt was sein wird. Und Glaube schafft Realitäten).

Nun hat aber eine Änderung der Zukunft durch Visionen den Vorteil, dass man im allgemeinen mehr an dem interessiert ist was kommen wird, als an dem was war, was Visionen zu entwickeln leichter macht als Rückführungen. Dazu kommt noch die (nicht unbedíngt richtige, aber geglaubte) Überzeugung,, dass man leichter etwas ändern kann was noch kommen wird, als das was schon war.

Und das ist der Grund warum Visionen zu entwickeln, als Befreiungsverfahren wirksamer und leichter sein wird als eine Beschäftigung mit der Vergangenheit wie Rückführungen

Ich vermute aber, dass jeder seine eigene spezifische Vision entwickeln muss. Visionen eines anderen können auf einem als zündender Funke überspringen, aber sie müssen es nicht.

Visionen sind auf die Zukunft gerichtet, während Reinkarnationstherapie sich mit der Vergangenheit beschäftigt.

Nun mögen diese Gedanken manchem sehr theoretisch und weithergeholt erscheinen. Aus der Quantenphysik ergeben sich aber genau diese Denkmöglichkeiten wie einige Zitate aus dem Buch des Physikers Fred Alan Wolf zeigen.

Siehe dazu den folgenden Artikel : "Kann die Vergangenheit verändert werden?"