Moderne Medizin

Es gibt keine Objekte und damit eine objektive, d.h. vom Menschen unabhängige Welt.

(Und wenn es sie denn gäbe, könnten wir sie nicht wahrnehmen)

Es gibt nur Übereinstimmung und Resonanz der Wesen einander gegenüber, was eine scheinbar objektive Welt erschafft.

Und je mehr eine solche Scheinrealität die Aufmerksamkeit des Wesens auf sich zieht, desto grösser wird ihr Realitätscharakter für dieses Wesen.

Je mehr Wesen mit einer solchen scheinbaren Objektivität übereinstimmen, desto realer wird sie und desto schwerer wird es auch für einen Einzelnen sich daraus zu befreien. Die "Eine Welt" mit einer durch die Naturwissenschaft geprägten Weltanschauung die als Naturgesetz und Wirklichkeit betrachtet wird, wäre so die denkbar grösste Falle.

Dies will ich am Beispiel der heutigen Medizin deutlicher machen:

Ein Patient kommt zu einem Arzt in die Sprechstunde wegen irgendeiner Unpässlichkeit. Der Arzt kann es sich nicht leisten nichts zu finden (er könnte ja wegen unterlassener Hilfeleistung oder Unfähigkeit belangt werden, auch will er den Patienten nicht verlieren) also diagnostiziert er eine XYitis (etwas Objektives) und verschreibt ein bekanntermassen harmloses Arzneimittel. Ein Mittel das ihm möglicherweise vom letzten Pharmavertreter empfohlen wurde. Was er nicht weiss und nicht wissen kann, weil ihm Zeit und Mittel fehlen dies nachzuprüfen ist, dass dieses Mittel nach Jahren Nebenwirkungen hat, die dann einen erneuten Arztbesuch erfordern würden. (So geschehen z.B. mit dem früher als Schmerzmittel verordneten Phenacetin)

Der Patient hat durch die ärztliche Diagnose die Überzeugung gewonnen, dass tatsächlich etwas mit seinem Körper - also mit ihm selbst, denn schliesslich ist er sein Körper - nicht in Ordnung ist. Wenn ihm der Arzt die Überzeugung vermitteln konnte, dass er, oder das Arzneimittel seine Unpässlichkeit beseitigen kann, so wird er eine Besserung verspüren. Kann das der Arzt aber nicht, fertigt er den Patienten etwa nach kurzer Zeit ab, ohne auf ihn einzugehen, so geht der Patient doppelt geschädigt nachhause. Erstens hat er die Spätfolgen des Arzneimittels zu tragen und zweitens hat er durch die Diagnose die Überzeugung gewonnen wirklich krank zu sein. Etwas was zuvor möglicherweise nur eine vorübergehende Belästigung war, ist jetzt zur Krankheit geworden. Und weil er dies glaubt wird er es so erleben.

Die Erfolge der modernen Medizin speziell auf dem Gebiete der Unfallchirurgie sollen nicht geleugnet werden. Gravierende Mängel gibt es aber insbesondere bei chronischen Krankheiten Hier werden obige Überlegungen - in Bezug auf eine Nichtexistenz von einer objektiven Welt - völlig missachtet und ein objektiver meistens ähnlich verlaufender Krankheitsverlauf einfach angenommen.

Missachtet wird erstens, dass medizinische Erkenntnisse zuerst aus statistischen Werten abgeleitete wurden, die anfangs nur bei einzelnen Untersuchungen sichtbar waren. Man beobachtete z.B. dass bei Menschen mit höherem Cholesteringehalt des Blutes öfters Herzinfarkte auftraten, danach schloss man umgekehrt herum, dass bei höherem Cholesteringehalt ein erhötes Risiko bestehe. Was hier aber geschieht ist - vom einzelnen Patienten aus gesehen - eine unzulässige Verallgemeinerung. Wird er doch jetzt behandelt wie alle anderen, obwohl sein Fall vielleicht ganz anders liegt. Dies gilt vor allem bei unbekannten oder selten auftretenden Beschwerden, die möglicherweise ganz andere Ursachen etwas psychologischer Art haben. Durch die Diagnose wird der Patient dann erst wirklich krank.

Ein guter Arzt kennt vielleicht 100 oder 200 Krankheitsbilder. Eines von denen muss es schliesslich sein. Aber sind diese oft unklaren Bilder wirklich objektiv vorhandene Gegebenheiten oder ausgedachte Abstraktionen, durch Lehrstuhlinhaber sanktioniert? Sicher, es gibt viele Fälle, wo es eine einfache klare Lösung gibt. Die Übergänge zu den unklaren ausgedachten Krankheitsbildern und deren Ursachen sind gleitend.

Das zweite was dabei nicht beachtet wird ist folgendes:

Durch den Akt dieser Beobachtung betreff des Cholesteringehalts - also der Statistischen Auswertung, die dann durch Kapazitäten verbreitet wird - wird eine neue Scheinobjektivität /Realität geschaffen in der sich bestätigt was zuvor gefunden wurde. Ahnungslose Menschen, die sich ganz gesund fühlten, bei denen aber ein hoher Cholesteringehalt gefunden wurde, fühlen sich danach gefährdet und bekommen möglicherweise entsprechende Symptome oder sie beschliessen Cholesterinsenker zu nehmen, mit all den möglichen Spätfolgen (siehe Lipobay).

Die Crux bei dieser ganzen verfahrenen Situation ist, dass - nachdem eine neue Realität geschaffen wurde und diese sich etabliert hat - diese sich selbst bestätigt. (Denn wie oben gesagt, die "objektive" Welt besteht nur aus subjektiver Übereinstimmung des Wesens, mit dem von allen Geglaubten). Der Arzt wird nun tatsächlich Erfolge sehen, wenn er Patienten hoffentlich unschädliche Cholesterinsenkern verordnet. Eine neue Scheinrealität, für den verordnenden Arzt entsteht so, die durch Übereinstimmung mit dem "Allgemein als richtig Erkannten" erzeugt wurde.

Der Fortschritt in der "objektiven" Medizin besteht also darin eine neue Krankheit zu postulieren, oder ein Heilmittel gegen eine bereits bekannte Krankheit zu finden. Dies dann allgemein bekannt zu manchen und danach die Erfahrung zu machen, dass diese Krankheit tatsächlich existiert, oder dieses Heilmittel tatsächlich hilft.

Im wesentlichen ist das eine sich selbst erfüllende Prophezeiung. Man sagt (die Experten sagen), dass etwas so und so ist und danach macht man die Erfahrung, dass es so ist. Man erforscht nicht eine gegebene objektive Realität wie man fälschlicherweise denkt, sondern man konstruiert eine neue, die dann durch Übereinstimmung damit zur Scheinobjektivität wird.

Die Schulmedizin wird dem entgegnen, dass es schliesslich deutlich erkennbar sei, dass die Lebenserwartung der Menschen durch ihre Erkenntnisse und Verfahren gestiegen sei. Das sei unbestritten. Aber auch das ist eine Scheinobjektivität. Denn der Glaube an die Machbarkeit von Gesundheit - durch diese "objektive" Medizin erzeugt - ist an sich etwas sehr Positives, auch dann wenn das mit unvollkommenen Mitteln erreicht wird. Wenn ein Mensch an Hilfe glauben kann, dann kann ihm geholfen werden. Und das ganze medizinische Gedöns (man verzeihe den Ausdruck) in einem Krankenhaus wirkt schon sehr überzeugend und hilft deswegen meistens auch .Ein Arzt der die Überzeugung ausstrahlt helfen zu können, kann helfen, sofern der Patient nicht zu sehr blockiert ist.

Nun kommt ein wesentlicher Punkt:

Da wir wissentlich oder meist unwissentlich mit dieser Scheinobjektivität (wie z.B. mit der modernen Medizin) übereingestimmt haben, sind wir auch daran gebunden.

Praktisch heisst das z.B. wenn du einen hohen Cholesteringehalt hast, ist es möglicherweise für dich besser einen Cholesterinsenker zu nehmen. ABER NUR solange du diese Täuschung, diese Scheinobjektivität noch nicht durchschaut hast. Glaubst du an sie, bist du gebunden und MUSST nach ihren Regeln handeln, willst du nicht Schaden leiden. Hast du sie durchschaut, bist du frei und kannst sie deinen Wünschen gemäss für dich ändern.

Um es noch etwas weniger einfach zu machen: Eine solche Befreiung kann nur schrittweise erfolgen. D.h. es wird vielleicht anfangs nur in einfachen Fällen möglich sein dieser Scheinobjektivität zu entrinnen. Erst mit zunehmenden Erfahrungen diesbezüglich wird ein neuer Glaube, eine neue eigene Realität aufgebaut.

In der Quantenphysik ist es so, dass der Ort eines Teilchen erst durch den Akt der Beobachtung festgelegt ist Vor der Beobachtung ist er unbestimmt, also völlig unbekannt. Zur Beobachtung ist aber immer ein Subjekt notwendig. (Auch selbsttätige Messinstrument müssen von einem Beobachter abgelesen werden), Ähnlich könnte man von einem subjektiven Standpunkt aus sagen, dass es auch völlig unbestimmt ist, ob jemand krank oder gesund ist, bis zum Akt der Beobachtung,, also der Diagnose. Und dies ist so, weil Krankheit (ein kranker Körper) keine objektive Gegebenheit ist, sondern eine rein subjektive die eventuell erst durch Akt der Beobachtung als krank oder gesund entschieden wird. Und entschieden wird sie, durch die subjektive Gestimmtheit oder Übereinstimmung mit Autoritäten und nicht durch scheinbar objektive Tatsachen.

Also die Überzeugung des Arztes (beim Medizinstudium erworben) betreff der Symptome des Patienten und die Überzeugungen des Patienten die seine Beschwerden hervorriefen führen zu einer Entscheidung des Arztes (Diagnose/Beobachtung) die dann wieder die Überzeugung des Patienten hervorruft diese Krankheit zu haben. Ungewissheit kann als quälend empfunden werden, und so kann diese Diagnose sogar Erleichterung bringen. "Endlich weiss ich was ich habe". Und wenn es ein Heilmittel dagegen gibt, an das geglaubt wird, kann es auch Heilung geben.

Da es in der gemeinsamen Realität der Wesen Menschen mit Beschwerden gab, musste ein Weg gefunden werden um ihnen zu helfen. Andere Menschen mit Interesse an dieser Frage kamen zusammen und erforschten die Ursachen dieser Beschwerden. Da sie aber vom einem Glaubenssystem ausgingen, in dem der menschliche Körper Materie war erfanden sie nur Mittel und Wege um diese Materie zu heilen. Die Ursachen konnten nur in der Materie selbst liegen, dachten sie. Jederman der von der Existenz von Materie ausging - die anderen hatte man vorher beseitigt - konnte das nachvollziehen, so gab es keinen Widerspruch und eine neue Realität "Medizin" genannt entwickelte sich. Und immer wenn eine neue Erkenntnis allgemein geglaubt wurde, dann bestätigte sie sich auch. So wurde die Medizin immer effektiver im Heilen der Scheinobjektivität, die sie zuerst selbst geschaffen hatte und alle die mit diesem Glauben aufwuchsen waren daran gebunden.


Du kommst nur aus diesem Glaubensystem an eine objektiv gegebene Welt heraus, wenn du deine Überzeugungen untersuchst.

Auf den Körper angewandt:

Wie wirklich ist dein Körper? Ist er Materie, oder ist er eine von dir erdachte Idee, die du benutzt um in dieser Realität mit anderen Wesen in Komunikation treten zu können?

Und wenn dir wirklich klar wäre, dass er nur eine Idee, und zwar deine Idee wäre, könntest du dann diese Idee nicht in gewünschter Weise ändern?

Und wenn es Dir nicht wirklich klar ist, dass dein Körper deine Idee ist, woran liegt das?

Könnte es daran liegen, dass du Autoritäten zugestimmt hast ohne es zu wissen?

Und wann war das? Wem hast du zugestimmt? Warum hast du zugestimmt?

Sieh deinen Körper wie er als Kind war in einer bestimmten Szene und vergleiche ihn mit heute. Finde möglichst viele Unterschiede. Finde möglichst viele Gleichheiten.

Wenn du frei werden willst, fang an zu denken!