Sind Gedanken Kräfte?

Ist es egal was man denkt?

Gehen wir einmal davon aus, dass die eigenen Überzeugungen, die eigenen Glaubensätze die Welt in der ein Mensch lebt in voller Gänze und total bestimmen.

(Jeder Mensch lebt also in seiner eigenen Realität, die total von seinen Glaubenssätzen gestaltet wird. Andere Menschen existieren in dieser eigenen Realität nur, wenn man mit ihnen in Resonanz ist. Eine Resonanz die durch Übereinstimmung mit etwas erzeugt wird - also ein Willensakt oder Postulat. Wir nehmen hier also zuerst einmal an, dass das stimmt.).

WENN es also so wäre.....

.... DANN würde sich auch jeder Zweifel an einer Möglichkeit das im eigenen Leben Erfahrene durch Änderung der eigenen Überzeugungen zu verbessern als Blockade auswirken.

Denn wenn jemand mit einer skeptischen Einstellung die Auswirkung von Glaubenssätzen auf sein eigenes Leben untersuchte, würde sich offensichtlich genau diese Skepsis als Nicht-Gelingen manifestieren.

Wenn er denkt es geht nicht, wird es nicht gehen - womit sich sein Glaubenssatz bestätigt hat.

Du bekommst heraus, was du hineingesteckt hast.

Gehst du von der Existenz einer objektiv gegebenen Welt aus, wirst du genau eine solche erleben.

Was du entscheidest (wovon du überzeugt bist), das wird zum Gesetz für dich.

Dies wäre so vorausgesetzt, die Welt in der ein Mensch lebt wird total von seinen Überzeugungen gestaltet.

Aber zunächst ist soll dies nur als Annahme gelten.

Aber wenn diese Annahme stimmen sollte, dann können tatsächlich nur echt und wirklich "geglaubte Glaubenssätze" eine Wirkung produzieren.

Findet sich der geringste Zweifel oder Unglauben können Gedanken sich nicht restlos verwirklichen.

Das ist so entscheidend wichtig, dass ich es der Intensität wegen noch einmal wiederholen möchte:

Wenn es so wäre, dass meine eigenen Überzeugungen/Glaubenssätze meine Realität (also meine ganze Welt) total bestimmen, dann würde jeder Zweifel an der Richtigkeit dieser Annahme verhindern, dass ich erkennen kann, dass diese Annahme stimmt.

Denn mein Zweifel an der Richtigkeit würde natürlich genau meinen Zweifel verwirklichen und die Richtigkeit scheinbar widerlegen.

Dies natürlich nur scheinbar, denn wieder würden sich genau meine vorgefassten Annahmen bestätigen.

Bitte verstehe in deinem eigenen Interesse die ungeheure Brisanz dieser Aussage !!!


Gehen wir jetzt einen Schritt weiter und fragen uns:

Wie können wir diese Annahme nun auf ihre Richtigkeit prüfen?

Offensichtlich nur so, dass wir sie bei uns selbst ausprobieren.

(Andere können das nicht für uns tun, denn wir könnten nie feststellen, was ihre Glaubenssätze denn nun sind und wie sie sie eventuell geändert haben könnten.)

Zur Prüfung müssen wir es also irgendwie fertigbringen unsere Überzeugungen (die ja unserer Annahme entsprechend, unsere Welt gestalten) zu ändern. Das ergibt folgende Fragestellung:

Wie kann man nun seine Überzeugungen ändern?

Wie entstehen überhaupt Überzeugungen?

Warum glaubst du, was du glaubst?

Man glaubt etwas

1. weil man eine Erfahrung gemacht hat, dass es so ist,
2. weil es alle glauben, also im wesentlichen aus Nachahmung, auch Bequemlichkeit,
3. weil man "so sein will wie alle anderen"
4. weil man nichts anders kennt, aus mangelnden Alternativen,
5. weil man es so haben will, aus Liebe dazu, infolge einer Entscheidung, aus Absicht.

Schauen wir uns einmal Punkt 1 an: "Weil ich die Erfahrung gemacht habe, dass..."

Das würde bedeuten, dass man alles was man glaubt aus eigener Erfahrung abgeleitet hat. Demnach müsste die Erfahrung fest, invariabel und unveränderlich sein. Ist sie das aber? Es zeigt sich doch, dass auch Erfahrungen sich ändern. Demnach kann Erfahrung nur sehr begrenzt als Grundlage für Glauben dienen.

Und wenn Erfahrung gar von Glaubenssätzen abhängt wie oben vermutet, kann Erfahrung als Grundlage für Glauben kaum dienen.

Sinnliche Erfahrungen scheinen uns besonders glaubwürdig. "Schliesslich habe ich es doch mit eigenen Augen gesehen".

Je deutlicher Eindrücke zu sein scheinen, desto realer sind sie. Das gilt aber auch für lebhafte Träume. Auch im Traum können wir nicht erkennen, dass wir träumen. Die Identifikation mit dem Erlebten ist vollkommen, der Fokus des Bewusstseins voll auf Erleben ausgerichtet. Und doch sind wir nach dem Erwachen davon überzeugt, dass das Erlebte nicht wirklich war.

Kann also sinnliche Erfahrung als Grundlage für Glaubenssätze dienen? Auch hier Fehlanzeige.

Weitere Überlegungen zeigen uns, dass wir die Welt nicht sehen können "wie sie wirklich ist" sondern nur ein Bild von ihr haben. In diesem Bild ist auch das materielle Gehirn enthalten, das deswegen das Bild der Welt und des Gehirns das wir haben nicht erzeugen kann. . Denn auch das materielle Gehirn ist ein Bild, das von etwas Unbekanntem erzeugt wird.

Dies führt uns dazu anzuerkennen, dass diese so reale Realität nur unsere Idee - oder die Idee von etwas was uns erzeugt - sein kann.

Und warum sollten Ideen nicht durch andere Ideen beeinflusst werden können?

(Näheres dazu in meinem Artikel "Was ist die Matrix?")

Also auch hieraus kann man erkennen, dass Erfahrung nicht die Grundlage für "wahre" der Wirklichkeit entsprechende Glaubenssätze sein kann.

Übereinstimmung:
Man erlebt etwas und stimmt damit überein, dass es so ist wie man es erfahren hat. Erst durch den Akt der Übereinstimmung wird es zu einem eigenen Glaubensatz (Glaubenssatz = "Die Wirklichkeit ist eben so, dass...."). Übereinstimmung mit etwas ist aber ein Akt der Entscheidung. Ich entscheide ob ich übereinstimmen will, oder nicht. Meistens freilich, läuft dieser Akt unbewusst, zwanghaft ab. Deswegen ist es wichtig ihn bewusst zu manchen. Nur so gewinnt ein Wesen seine Handlungsfreiheit zurück.

Dann spielt bei allen Glaubenssätzen DER Glaubenssatz an Kausalität eine grosse unbewusste Rolle.

Man macht die Erfahrung, dass etwas so und so abgelaufen ist, und glaubt dann, dass es sich unter gleichen Umständen wieder so abspielen müsse.
Wenn...dann = Kausalität.

Mit diesem "Wenn...dann" Glauben kann man dann ebenfalls übereinstimmen oder nicht.

Der Pessimist wird bei negativen Verknüpfungen eher übereinstimmen, bei positiven eher nicht.

Am Ende dieser Assoziationskette steht jedenfalls immer eine Entscheidung die durch Liebe/Abneigung/Absicht oder Unwissenheit bestimmt wird.

Man sieht in allem nur seine eigene Vergangenheit und Entscheidungen damals, wenn man sich auf Erfahrung beruft.

Punkt 1 als Basis für unsere Glaubenssätze scheint also nicht sehr tragfähig zu sein.

Punkt 2 bis 4 sind schnell abgehandelt, beruhen sie doch alle auf äusseren Quellen und deren Erfahrung. Auch die Schriften aller Weisen, Gelehrten, Gurus und Heiligen beruhen auf ihrer Erfahrung (oder sollten jedenfalls darauf beruhen).

Bleibt noch Punkt 5. Wir glauben etwas weil wir es Lieben oder Abneigung verspüren oder aus Unwissenheit.

Und tatsächlich ist dies der einzige Grund warum wir etwas glauben. Freilich können wir auch Fremdeinflüsse unterliegen und deren Glaubenssätze übernehmen, aber auch das wäre unsere Entscheidung, die wir SO treffen weil wir dies SO wollen/lieben.

Und wenn du so erkannt hast, dass alles was du an Glaubenssätzen hast nur deswegen von dir übernommen wurde weil du es SO haben/erleben/tun wolltest, dann kannst du Glaubensätze leichter umgestalten. Dann bist du nicht mehr an ihren Alleinanspruch gebunden. Dann könnte es auch anders sein. Denn das bedeutet nichts anders als völlige Verantwortung für deine Realität zu übernehmen.

Denn vergiss nicht, deine Welt ändert sich nur, wenn du echt und wirklich deine Glaubenssätze umgestaltest. Mogeln gilt nicht.

Man kann das nicht probeweise versuchen - entweder man glaubt an eine Möglichkeit der Veränderung der eigenen Realität, oder man glaubt nicht. Beides wird sich verwirklichen - falls es diese Möglichkeit gibt.

Gibt es sie nicht - können Gedanken die eigene Realität also nicht ändern - und du würdest dies doch probieren, so wäre dies freilich ein vergebliches Unterfangen. Du würdest dich vergeblich mühen, aber du könntest dir nie ganz sicher sein, dass es eben vielleicht doch ginge und nur unbekannte Faktoren einen Erfolg verhinderten. Was könnten diese sein?

Es gibt das Hindernis, der entgegengesetzten unbekannten Glaubenssätze.

Denn zu früheren Zeiten war man bedauerlicherweise nicht untätig. Auch damals hat man Enscheidungen getroffen, Postulate gesetzt, mit etwas übereingestimmt oder nicht.

Glaubenssätze können sich nicht verwirklichen wenn ihnen widersprechende Glaubensätze entgegenstehen.

Früher hat man entschieden, dass es besser wäre alleine zu leben. Heute will man lieber etwas gemeinsam erleben findet aber keinen Partner. Oder man findet vorübergehend einen, dann wird der frühere Glaubenssatz aktiviert und man verhält sich unbewusst so, dass man den Partner schnell wieder los wird.

Der frühere Glaubenssatz ist nicht bewusst, aber durchaus aktiv. Und je mehr Energie man dem heutigen, erwünschten Glaubenssatz zuführt, desto mehr Energie erhält auch der entgegengesetzte frühere Glaubenssatz.

Die Polarität verstärkt sich so.

Was also ist zu tun?

Zwei Schritte:

1. Erstens gilt es den früheren, nicht mehr erwünschten Glaubensatz bewusst zu machen. Dies geschieht indem man versucht in voll zu erleben, anzunehmen und als eine frühere Kreation (die damals sinnvoll erschien) zu wertschätzen.

Du hast Kummer, denn du nicht haben willst. Versuche diesen Kummer voll zu erleben, wie fühlt er sich an. Du hast ihn erschaffen. Sieh dich als sein Erschaffer. Mach das solange, bis seine Intensität deutlich nachlässt.

Danach entscheide, dass du als Schöpfer deiner Kreation diesen Kummer nicht mehr haben willst Du wolltest ihn erleben, du hast ihn erlebt und jetzt ist dieser Vorgang abgeschlossen.

2. Zweitens erschaffe jetzt das Erwünschte. Z.B. Freude. Geh in das Erleben von Freude hinein. Erschaffe Freude um dich herum, in dir in deiner ganzen Welt. Schau die Dinge an die dich umgeben und fülle sie mit Freude. Du kannst das, denn du bist immer noch der Erzeuger deiner Welt, du kannst nicht anders sein, auch wenn du Überzeugungen übernommen hast, dass das nicht so ist.

Statt Freude kann man natürlich auch andere positive Begriffe nehmen: Zuversicht, Energie, Liebe, Anerkennung, Fülle u.s.w. um ein paar zu nennen.

Im wesentlichen geht also wieder um Polaritäten und deren Ausgleich. Deswegen ist das Bewusstmachen von Polaritäten so wichtig. Oft sind wir uns nämlich garnicht bewusst, dass es diesen anderen Pol gibt, dies vor allem bei grundlegenderen Polaritäten.

Nebenbei gesagt:

Die Polarität "Ich will sein wie alle anderen" schafft diese allen gemeinsame Realität, die Kultur in der wir leben. Die Gegegenpolarität "ich will ich selbst sein" löst einem aus dieser Welt. Deswegen hängt "sein wie alle anderen" mit Erleben/Identifizieren/Konsumieren zusammen, während die Gegenpolarität Beobachten/Kreieren zugeordnet ist,

Kontinuität.
Man kann selten von einem Zustand in einen völlig anderen springen. Das Lebensdrama muss mit den bestehenden Glaubenssätzen weiter geführt werden. Man muss von dem Punkt ausgehen auf dem man sich befindet. D.h. bei gefühlsbetonten Menschen muss vorwiegend mit dem Gefühl gearbeitet werden. Bei mehr verstandesbetonten sollte eher auf Logik und Einsicht Wert gelegt werden. Hier hilft es z.B. sich folgendes klar zu machen:

1. Logische Schlussfolgerungen beruhen auf einem "Wenn...dann". Sie setzen aber stets Prämissen oder Stabile Daten voraus die dann auf logische Art verknüpft werden. Nun sind aber die letzen Prämissen stets Annahmen/Evidenzen. Also Willensakte, also willkürlich gesetzt und letztenendes nicht beweisbar.

2. Ist die Existenz einer kausalen Verknüpfung an sich schon eine unbeweisbare Annahme. Damit meine ich, es ist zwar beobachtbar, oft sogar immer beobachtbar, dass auf ein bestimmtes "Wenn" ein ganz bestimmtes "Dann" folgt. Woher wissen wir aber, dass ein Wenn-Ereignis mit einem Dann-Ereignis KAUSAL verknüpft ist?
Könnte das z.B. nicht auch auf einer Synchronizität, einer Gleichzeitigkeit bewirkt durch eine tiefere unbekannte Ursache beruhen? Wenn ich auf der Computertastatur ein A drücke erscheint auf dem Bildschirm ein A. Sind beide Ereignisse nun kausal verknüpft? Oberflächlich gesehen ja. Aber die tatsächlich sich abspielenden Vorgänge liegen auf viel tieferen Ebenen.

Nun kann eine solche Art der Argumentation benutzt werden um die eigenen Glaubenssätze in Frage zu stellen und dann in gewünschter Weise umzubauen,

Letztenendlich muss man erkennen, dass alles auf einem Willensakt/Postulat etc. beruht - d.h. nicht von Kausalität abhängt.

Aber mit einer gewichtigen Ausnahme: Das Wesen postuliert etwas und ist hernach an seine eigenen Postulate gebunden, wenn es diese nicht mehr finden kann. Nicht mehr finden will es dann seine eigenen Postulate, wenn es diese oder ihre Ergebnisse/Folgen nicht mehr haben will.

Wenn es also die Verantwortung für seine eigenen Taten und damit für sein eigenes Wesen verleugnet.

Das Gefüge der Postulate in einem Verstand ist ein System von miteinander vernetzten Entscheidungen. Selbst wenn es gelingt eine Entscheidung aufzulösen und eine Polarität auszugleichen kann es sein, dass andere der ausgeglichenen Polarität übergeordnete Entscheidungen/Postulate etc diese wieder allmählich neu installieren.

Es wird also vorübergehend besser, dann aber kehrt der alte Zustand wieder zurück. Dies deswegen weil das übergeordnete Postulat unerkannt blieb.

Zum Schluss also bleibt die Frage: Willst du dich auf das Abenteuer einlassen und entscheiden, dass deine Gedanken deine Welt gestalten, oder willst du lieber auf Nummer sicher gehen, beim Altbewährten, Bekannten bleiben und nichts unternehmen?

Deine Entscheidung!

Frage Dich:

Was liebst du wirklich?

Was willst Du haben?


Es folgt nun ein Zitat aus Seth "Die Natur der Persönlichen Realität"

Ihr lebt eure Glaubenssätze und erlebt deren Macht. Eure zu Glaubenssätzen verdichteten Überzeugungen können euer Sehvermögen oder jedes andere Sinnesorgan verbessern oder verschlechtern.

Wenn ihr, zum Beispiel, fest daran glaubt, daß von einem bestimmten Alter an das Gehör nachläßt, dann wird es nachlassen. Ihr werdet von dieser Fähigkeit immer weniger Gebrauch machen, werdet unbewußt eure Aufmerksamkeit kompensatorisch auf die anderen Sinne richten und werdet euch immer weniger auf euer Gehör verlassen, bis diese Funktion tatsächlich verkümmert.

In dieser Hinsicht stellen solche Funktionen Gewohnheiten dar. Bleiben wir bei unserem Beispiel: Eurem Glaubenssatz folgend vergeßt ihr einfach, wie man richtig hört. All die unscheinbaren Manipulationen, die zum Hören notwendig sind, werden unbewußt unterdrückt. Der physische Verfall ist die Folge. Der Verfall tritt aber nicht zuerst, sondern erst als Folge ein.

Eine derartige Entwicklung kann in fast jedem physischen Bereich eintreten. Gewöhnlich ist mehr als nur ein Glaubenssatz daran beteiligt. Parallel zu dem Glaubenssatz, daß das Sehvermögen nachläßt, kann beispielsweise auch der erwähnte Glaubenssatz laufen, daß das Gehör schwächer wird, und diese beiden Vorstellungen können durch einen weiteren Glaubenssatz noch verstärkt werden, daß das Alter euch automatisch zu einem minderwertigen Menschen macht und euch in ein Individuum verwandelt, das zur Umwelt des täglichen Lebens keine Beziehungen mehr herzustellen vermag.

Folgerichtig würde dann dieser Zustand zur Geltung kommen. Andererseits könntet ihr auch daran glauben, daß die Weisheit mit dem Alter zunimmt, daß ein neues Selbstverständnis euch einen bisher unbekannten Seelenfrieden beschert, daß ein wacher Geist die Umwelt tatsächlich weit besser einzuschätzen vermag und daß eure Sinne alle Reize viel besser zu würdigen wissen. Dem wird eure Lebenserfahrung entsprechen.

Ihr müßt euch immer wieder klarmachen, daß eure Ideen und Vorstellungen nicht als leere Phantome oder substanzlose Schattenbilder ihr Dasein fristen.

Sie sind elektromagnetische Realitäten. Sie wirken auf eure physische Natur ein und werden durch euer Nervensystem ganz automatisch verstofflicht und in entsprechende Erfahrungen übersetzt.

Euer Bewußtsein hat die Aufgabe, die physische Realität einzuschätzen und zu bewerten und euch den Kurs bestimmen zu helfen, den ihr in dem körperlichen Universum, an dem ihr gegenwärtig beteiligt seid, einschlagen wollt. Wie ich bereits erwähnte, verlassen sich andere Wesensanteile von euch darauf, daß dies auch geschieht. Die gesammelte Energie, die dem inneren Selbst zu Gebote steht, wird darauf konzentriert, das herbeizuführen, was das Bewußtsein verlangt.

Eure Fähigkeit zu handeln ist von dem abhängig, was eure Glaubenssätze euch vorzeichnen. An eure eigene Schwäche zu glauben bedeutet eine Absage an eure eigene Handlungsfreiheit. Alle Glaubenssätze, die euch eingeredet werden, kritiklos zu übernehmen heißt, sich einen Ballast widersprüchlicher Daten aufzubürden, wodurch ein zielstrebiges und kraftvolles Handeln unmöglich wird.

Widersprüchliche Forderungen und Urteile werden dann dem inneren Selbst zugeleitet, das verschiedene Mittel anwenden wird, um euch wissen zu lassen, daß etwas nicht stimmt. Gleichgeartete Glaubenssätze ziehen sich an, denn ihr seid darauf angewiesen, in eurem Verhalten und euren Erfahrungen Stimmigkeit zu erzielen.

Ihr müßt lernen, euch mit euren Glaubenssätzen direkt auseinanderzusetzen, sonst seid ihr später gezwungen, euch mit ihnen indirekt auseinanderzusetzen - indem ihr, ohne es zu wissen, in eurer physischen Erfahrungswelt auf sie reagiert. Wenn ihr über eine euch nicht freundliche Umwelt, über eine Situation oder Lebensbedingung klagt, so handelt ihr nicht unabhängig, sondern reagiert einfach blind. Ihr reagiert auf Dinge, die euch scheinbar passieren, und zwar immer als Echo auf eine Situation.

Um unabhängig zu handeln, müßt ihr anfangen, erwünschte äußere Entwicklungen in die Wege zu leiten, indem ihr sie innerlich erschafft.

Dies läßt sich dadurch bewerkstelligen, daß man Glauben, Gefühl und Imagination kombiniert und diese zu einem Vorstellungsbild des ersehnten Zustandes gestaltet. Natürlich ist das gewünschte Resultat damit noch nicht eingetreten, sonst brauchtet ihr es ja nicht zu erschaffen; deshalb aber ist es auch müßig zu argumentieren, daß eure physischen Erfahrungen dem zu widersprechen scheinen, was ihr zu erreichen versucht.

Weil Ideen und insbesondere zu Glaubenssätzen erhärtete Überzeugungen diese elektromagnetische Wirklichkeit zukommt, kann ein dauerndes Wechselspiel zwischen einander stark widersprechenden Glaubenssätzen gewaltige Blockaden in euch verursachen und den Energiefluß nach außen verhindern. Gelegentlich kann es zur Polarisierung kommen. Unassimilierte Glaubenssätze, unüberprüfte Ideen können ein Eigenleben führen und in bestimmten Tätigkeitsbereichen wirkungsvoll dominieren.