Die Grundpolarität.

Vorbemerkung:
Hier wie überall auf diesen Seiten, soll möglichst konsequent die Vorstellung verfolgt werden, dass diese unsere Welt nur ein Traum ist, der durch unsere Willensentscheidungen gestaltet wurde.
Das ist der Ausgangspunkt. Dann kann man folgendes erkennen:


Die gut verborgene aber grundlegende Polarität VON ALLEM ist:

Ziel, Zweck, Absicht, Postulat -----gegen ---- Erscheinungsform, Manifestation, Ereignis.

Bei Trom heisst das "Bekannt sein" ---- gegen ---- "Wissen".

Diese Grundpolarität tritt in vielerlei Formen und unter mancherlei Namen auf.
Vorige Bezeichnung ist nur eine Möglichkeit sie zu benennen.
Man muss die Gemeinsamkeiten mehr erfühlen, denn unsere Sprache, unser gegenwärtiges Bewusstsein ist hier überfordert.
So z.B. in folgenden Polaritäten:

Aktiv........Passiv
produzieren........ konsumieren
Radschas........Tamas
Ziel....Ergebnis
Bedeutung..... Masse
Postulat....Erscheinungsform
Wollen....Handeln
Bekannt sein....Wissen
Tun...Haben
Beobachten....Erleben

Jede Erscheinungsform beruht auf und wird erzeugt durch ein Postulat/Ziel/Zweck/Absicht.
Also: Postulate etc. erzeugen Erscheinungsformen.
(Dein Körper ist eine Erscheinungsform, er wird durch Postulate kreiert)

Andererseits können Erscheinugsformen wieder zur Bildung von neuen Postulaten führen.
( Übergewicht kann zum Postulat führen, dass man weniger Essen will)

Der Beobachter postuliert also Erscheinungsformen. Deswegen sind die es die Postulate, die Erscheinungsformen hervorrufen. So sollten Postulate, Absichten, Ziele und Zwecke untersucht werden und nicht Erscheinungsformen. Die Absichten werden oft durch die Erscheinungsformen verborgen. Man weist der Erscheinungsform eine grössere Wichtigkeit zu als der Absicht die sie erschuf.

Erscheinungsformen wurden zum Via und so zu einem Selbstzweck, so dass die dahinterliegende Absicht völlig aus dem Blickfeld geriet, nichtsdestotrotz aber immer noch wirksam ist

Der Baumstamm.
Ein Baumstamm wächst von innen nach aussen. Jedes Jahr kommt ein neuer Ring dazu. Die Rinde ist das eigentlich Lebendige. Und die vorige Rindenschicht verholzt, wenn sich im nächsten Jahr eine neue Rinde bildet.
So ist es auch mit unseren Überzeugungen. Auf bestehende Postulate - in der Rinde - werden neue aufgebracht. Die neuen beruhen auf den vorigen aus der Schicht darunter und spezifizieren und differenzieren sie. Die älteren Postulate verholzen und werden so nicht mehr veränderbar. Aber sie tragen den ganzen Stamm und verleihen ihm Stabilität.
Wenn eine Beobachtung auf ein freies Gebiet trifft - also in der Rinde- verwirklicht sie sich besonders schnell. Ein freies Gebiet ist ein Gebiet das noch nicht durch andere Postulate besetzt ist. Wo also noch keine Gegenüberzeugungen und Gegenmasstäbe vorhanden sind.
Wie bei einem Baumstamm wachsen Überzeugungen nach aussen. Die früheren Überzeugungen verholzen mehr und mehr. Nach aussen ist die Rinde noch lebendig, das sind die neuen Überzeugungen. Das sind die freien Gebiete. Das Holz hat die Funktion den Stamm zu tragen, und einen Halt zu geben.

Wir leben in einer Welt der Bilder. Bilder von der Umwelt, Bilder von anderen Menschen, Bilder unseres Körpers.
Was ist in diesem Bild der Welt enthalten? Das was ich sehe, was ich fühle, Wahrnehmungen meines Körpers, Gedanken all dies ist mein Bild der Welt - meine Realität. So wie es jetzt ist.
Aber sind WIR die Erzeuger dieser Bilder? Kann das Bild der Erzeuger sein?

Auf einer Kinoleinwand ist ein Film zu sehen, 20 Bilder pro sec. Aber wer erzeugt diese Bilder? Der Projektor ausserhalb der Leinwand.
Wer also ist es der diese Bilder erzeugt? Der Erzeuger kann nicht selbst ein Bild sein. Er kann nur die Bedeutung/Absicht/Wille sein in der Polarität Bedeutung gegen Masse oder Postulat gegen Erscheinungsform.

Der Beobachter ist Bedeutung, und das Beobachtete, die Masse (Erscheinungsform). Ohne Wahrnehmer gibt es nichts Wahrgenommenes. Wenn man denkt es gäbe Objekte unabhängig davon, ob wir sie wahrnehmen, so ist dies eine Annahme. Ewas nur scheinbar Evidentes.

Das erste Postulat:
Das undifferenzierte Eigenschaftslose beschliesst wahrzunehmen (Postulat) und wird so zum Wahrnehmer der beschliesst wahrzunehmen. Damit nimmt er eine Position ein, wird bezeichenbar, während er vorher definitionslos war. Der Beobachter beschliesst zu beobachten und wird erst dadurch zum Beobachter.
Danach identifiziert er sich mit dem Beobachteten um zu erleben.
Der Beobachter postuliert "will bekannt sein" und das Beobachtete ist dann "Wissen".
Die von uns beobachtete Welt - sofern wir sie nicht ändern können(Materie) - ist ein zwanghaftes "muss wissen"

Die Indische Philosophie kennt die drei Gunas: Sattva, Radschas und Tamas.
Radschas ist Aktivität, Tun, dagegen Tamas Trägheit, Haben.
Und Sattva ist Weisheit, der Beobachter, der der die Pole erschafft oder vereint.
Du bist der Beobachter, nicht das Beobachtete. Das Beobachtete ist deine Kreation.

Wenn du sagst, dass bin nicht ich, das ist meine Kreation, dann ist das unzweifelhaft so.
Aber wer ist "ich"? Bestimmt nicht das kleine Ego-ich, sondern etwas das fähig ist eine Welt zu träumen.
Irgend etwas muss dieses ganze Konstrukt von Postulaten im Verstand zusammenhalten. Das ist der Ich-Gedanke. Der Ich-Gedanke wird sozusagen der Eigentümer dieser Postulate und kann sie deswegen in begrenztem Masse steuern. Aber der Ich-Gedanke kann nicht der sein, der diese Welt träumt.

Es gibt nur EIN Wesen, aber nur indem es sich in viele Teile aufspaltet wird ein Spiel möglich indem die einzelnen Fragmente (Seelen) gegeneinander spielen können. Die Voraussetzung für Spiele ist die Idee der Trennung. Deswegen hebt Liebe die alles vereint, Spiele wieder auf.

Die Absicht, das Postulat ist unsichtbar, es sucht sich eine Erscheinungsform, die gewusst werden kann.
Alle diese unzähligen Lebensspiele gehen nur um Erscheinungsformen, die ihrem Wesen nach WISSEN sind.
Sie sind nur deswegen Erscheinungsformen, weil sie gewusst werden können
WISSEN ist seinem Wesen nach Bewusstsein. Das Bewusstsein enthält Wissen

Wille/Absicht/Postulat ist immer "X möge bewusst sein" oder "X möge nicht-bewusst sein".

Die Grundlage des Bewusstseins ist "WISSEN". Wissen bedeutet Erleben bedeutet eine Realität haben.
Ein Buch liest man um zu wissen. Ein Leben beginnt man um zu wissen.
Dieses Wissen ist oft zwanghaft, ein "Wissen müssen".

Wissen ist DAS Via ohne das ein Spiel nicht möglich wäre.

Wissen, durch Postulate kann freiwillig oder zwanghaft erzeugt worden sein.
Ist es zwanghaft dann spielen wir gegen unseren eigenen Verstand.
Der Verstand sagt, das geht nicht und wir sagen, das geht. So beginnt ein Spiel.
Der Verstand kreiert "will Kummer wissen", das Wesen kreiert dagegen "will Kummer nicht-bekannt sein".

Die grundlegenden unethischen/destruktiven Taten sind:
hindern bekannt-zu-machen, (also zu kreieren/postulieren, in Existenz zu bringen)
zwingen bekannt-zu-machen
hindern zu wissen
zwingen zu wissen.

Z.B. jemand in der Schule zum Lernen zu zwingen.
Foltern bedeutet zwingen Schmerzen zu wissen.

Die Natur unserer Existenz kann verstanden werden wenn man sie als aus Spielen zusammengesetzt versteht. Erst dann ist es auch möglich die zwanghafte Natur vieler Spiele zu erkennen. Spiele bei denen es immer NUR um Wissen/Erleben geht und um sonst nichts.

Man kann nicht "Haben". Die Vorstellung etwas besitzen zu können ist nur eine Idee. Wenn die Umwelt der gleichen Überzeugung ist, ist das Haben sicher. Im wesentlichen ist Haben eine Übereinkunft mit der Umwelt, dass das mein Besitz ist, den ich haben kann.
Aber dies ist nur eine Betrachtung.