Der Innere Widerstand

Der innere Widerstand, den jeder erfährt der sich weiterentwickeln will, hat viele Namen.
Im Christentum heisst er der Teufel.
Im tibetischen Mythos sind es Dämonen.
In der Scientologie sind es die Engramme oder noch tieferliegend die GPMs.
In manchen Lehren das Ego.

In der Baghavat Gita kämpft Arjuna gegen seine Verwandten, an seiner Seite Krishna der ihn berät.
Diese Geschichte die vor einer Schlacht spielt ist Metapher eines Kampfes der in jedem tobt, der sich weiterentwickeln will.
Ein Kampf nicht im Äusseren, sondern im Inneren des Menschen.
Die Verwandten sind die eigenen destruktiven Programme, die Dämonen.
Und Krishna ist das Höhere Selbst, die Seele selbst, die das Ego führen will, sofern das Ego dies zulässt.

Dies nun ist ein echter Kampf.
Er wird im Inneren eines Menschen, oft diesem unbewusst, ausgefochten.

Und er steht wohl jedem bevor, der sich aus den Automatismen des Egos befreien will.
Es ist verführereisch und bequem nachzugeben und die Waffen der Bewusstheit und der Entscheidungen niederzulegen.

Aber so kann der Kampf nicht gewonnen werden.

Zuerst allerdings muss man erkennen, dass hier tatsächlich ein Wettstreit, ein Kampf stattfindet, den man zu bestehen hat, will man den Preis gewinnen.

Hier gilt es zu beobachten, wie immer wieder scheinbar zufällig Schwierigkeiten auftreten, die verhindern, dass man seinen Blick nach oben richten kann.
Andere Menschen kommen vermehrt auf einem zu und beanspruchen die Aufmerksamkeit, oder der Körper macht Schwierigkeiten, oder Dinge gehen kaputt die dringend repariert werden müssen, oder es gibt eine einmalige Gelegenheit die unbedingt genutzt werden sollte.
Der Feind ist unglaublich erfinderisch und der Kampf wäre aussichtslos wäre nicht da Krishna der einem zu Seite steht.

Legen wir also die Rüstung von Absicht, Bewusstheit, Entscheidung und Liebe an und lassen uns von Krishna, dem Höheren Selbst, dem Heiligen Geist oder wie wir es nennen wollen, führen.
Dann ist uns der Sieg sicher.

Und vergiss nicht, es ist ein rein fiktiver, illusionärerer Kampf.
Es geht nur um Interpretationen in einer Traumwelt, die wir uns im Verstand zurechtgebastelt haben.

Das Ziel aber ist, den Traum zu durchschauen und zu Erwachen, jenseits dieser Raum und Zeitwelt.